A. Fölling beschrieb 1934 erstmals die PKU als selbständiges Krankheitsbild. Er erkennt den Kausalzusammenhang zwischen Hirnschädigungen (Schwachsinn) und erhöhten Phe-Konzentrationen im Blut bzw. erhöhten Konzentrationen der Phenylbrenztraubensäure im Harn ("Brenztraubensäureschwachsinn "). Er weist auch auf die genetische Ursache der Erkrankung hin. Föllingsche Probe: Nachweis von Phe im Harn mit Eisen-(III)-Chlorid = Grünfärbung.
Bernheim weist 1944 nach, daß Phe hauptsächlich nicht - wie bisher fälschlich vermutet wurde - zu Brenztraubensäure, sondern zu Tyrosin abgebaut wird.
Udenfried und Cooper 1952: Nachweis des Enzymsystems, welches die Umwandlung von Phe zu Tyrosin ermöglicht.
G. A. Jervis beschrieb 1953 als biochemische Ursache der PKU das Fehlen der Phenylalanin-4´-Hydroxylase
Cowie 1951: Beschreibung der atypischen PKU (nur geringe geistige Retardierung bei mäßig erhöhten Phe-Blutspiegeln).
Bickel und Mitarbeiter wiesen 1953/1954 den entscheidenden Weg zur Therapie (phenalylaninfreie Kost mit berechneter Zufuhr der essentiellen Aminosäure Phenylalanin).
Hshia und Knox 1956: Heterozygotentest (Belastung mit Phe).
Guthrie und Susi schufen 1963 die Grundlagen für ein Massenscreening auf PKU auf der Basis der Phe-Bestimmung im Vollblut getrocknet auf Filterpapier (" Guthrie-Test ").
Die Reaktionsschritte der Phenylalanin-Oxydation wurden u.a. von Kaufman nachgewiesen.