HYPOTHYREOSE
(Unterfunktion der Schilddrüse)

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Literaturhinweise OMIM-Datenbank


FETALE ENTWICKLUNG

Die Schilddrüse wird zunächst in Höhe des Zungengrundes angelegt. Sie wandert innerhalb der ersten embryonalen Monate nach unten und kommt schließlich in Kehlkopfhöhe zu ihrer endgültigen Lage. Störungen dieser Wanderung (descensus) können zur Entstehung der sog. ektopen Schilddrüsenanlagen ("Zungengrundschilddrüse") führen.

Ab der 12. Fetalwoche nimmt die fetale Schilddrüse aktiv Jod auf und produziert Schilddrüsenhormone. Die Hypophyse entwickelt sich zeitlich parallel zur Schilddrüse. Erst zu Beginn der zweiten Schwangerschaftshälfte ist der Reglerkreis Hypothalamus - HVL- Schilddrüse intakt. Die Thyroxinkonzentration im fetalen Blut nimmt mit dem Gestationsalter zu. Reifgeborene haben höhere T4-Werte als Frühgeborene. TSH bleibt in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft aber konstant, d.h. die TSH-Konzentration des Neugeborenen ist nicht korreliert zum Gestationsalter. Die TSH-Serumkonzentrationen sind für Reifgeborene und Frühgeborene gleich.

Der Fet ist auf seine eigene Schilddrüsenhormonbildung angewiesen. Schilddrüsenhormone gehen nicht in klinisch relevanten Mengen von der Mutter zum Kind über, wohl aber Jod. Jodmangel der Mutter bedeutet damit auch Jodmangel des Feten und Neugeborenen. Jede Schwangere sollte 200 µg Jodid tgl. zu sich nehmen. Damit wird auch der Fet vor der Entwicklung einer Jodmangelstruma bewahrt.

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URSACHEN

angeboren:

  1. Ektope Schilddrüsen bilden meist schon bei Geburt oder aber auch zu einem späteren Zeitpunkt im Kleinkind- oder Schulkindalter zu wenig Schilddrüsenhormon, so daß sie eine häufige Ursache einer Hypothyreose darstellen.
  2. Eine andere Ursache der Hypothyreose ist die Athyreose oder Dysplasie der Schilddrüse. Die Schilddrüse fehlt ganz oder liegt nur rudimentär vor.
  3. Synthesestörungen infolge Mangel an Enzymen, welche den Aufbau der Schilddrüsenhormone aus Tyrosin und Jod bewerkstelligen, sind eine andere Gruppe der Hypothyreose, die mit Kropfbildung einhergeht. Das Pendred Syndrom ist gekennzeichnet durch den gestörten Jodeinbau in das Tyrosin und eine Innenohrschwerhörigkeit.
  4. Eine seltene Ursache für die Hypothyreose ist eine Rezeptorstörung peripherer Körperzellen gegenüber Schilddrüsenhormon. Mitunter ist auch der Hypophysenvorderlappen nicht ansprechbar auf Schilddrüsenhormone, so daß das Rückkopplungssystem nicht mehr intakt ist. Auffällige Laborbefunde sind erhöhtes TSH und erhöhte T4-T3-Serumspiegel ohne klinische Zeichen einer Hyperthyreose.

erworben:

  1. Die häufigste Ursache der erworbenen Hypothyreose ist der Jodmangel, der schon intrauterin zum Tragen kommen kann.
  2. Leidet eine Schwangere an Morbus Basedow und wird mit Thyreostatika wie z.B. Favistan oder Carbimazol behandelt, ist dies bei niedrigen Dosen für den Feten unbedenklich. Höhere Dosen können aber auch die fetale Schilddrüse hemmen und zur Unterfunktion der Schilddrüse führen. Neugeborene von Müttern mit M. Basedow sind meist ebenfalls hyperthyreot, weil über die Plazenta von der Mutter zum Feten ein Immunglobulin (TSI = Thyroid Stimulating Immunglobulin) übergeht, das die kindlichen Schilddrüsenzellen zur gesteigerten Bildung von Schilddrüsenhormone stimuliert. Innerhalb von 3 Monaten verschwinden i.d.R. diese Immunglobuline spontan und die Kinder werden beschwerdefrei.
  3. Eine Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse) ist im Kindesalter nur sehr selten Ursache einer späteren Hypothyreose.
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URSACHEN DER HYPOTHYREOSE


I. primäre Hypothyreose (thyreogen):

  • anatomische Dysgenesie:
    Athyreose, Dysplasie; Ektopie
  • Synthesestörungen:
    angeboren: Enzymmange
    erworben: Jodmangel, aber auch Jodüberschuß durch jodhaltige Antiseptika oder Kontrastmittel

II. sekundäre Hypothyreose (hypophysär):

  • hypophysäre Störungen: TSH-Mangel
    angeboren; Tumoren

III. tertiäre Hypothyreose (hypothalamisch):

  • hypothalamische Störung: TRH-Mangel
    angeboren; Tumoren

IV. Resistenz der Zellen in der Peripherie und/ oder des HVL gegenüber Schilddrüsenhormon.

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TRÄGERPROTEINE (TBG)

Thyroxin wird im Blut an Trägerproteine gebunden und transportiert (TBG = Thyroxin bindendes Globulin). TBG kann genetisch bedingt erhöht oder erniedrigt sein. Gesamt-T4 ist dann erhöht bzw. erniedrigt, die freien Fraktionen liegen aber im Normbereich. Es liegt kein krankhafter Befund vor. Es ergeben sich keine therapeutischen Konsequenzen. Auch Medikamente oder besondere Zustände, wie Gravidität, können ebenfalls zu Veränderungen der TBG-Spiegel führen. Da dies aus labormethodischen Gründen zu erhöhten bzw. erniedrigten Werten für Gesamt-Thyroxin führt, kann es zu differentialdiagnostischen Fehleinschätzungen kommen.

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LABORBEFUNDE

Differentialbefunde:

HypothyreoseFT4 FT3TSH n.TRHTBG T4T3
primäreerniedrigterniedrigterhöht erhöht

normal

erniedrigterniedrigt
sekundäreerniedrigterniedrigt
tertiäre normal
Rezeptorstörung erhöhterhöhterhöht/ normal erhöht/ normal erhöht erhöht
Hypo-TBGnormal normal normalnormalerniedrigterniedrigtnormal
Hyper-TBGerhöht erhöht
TBG = Thyroxin-bindendes Globulin

 

TRH-Test

Mit Hilfe des TRH-Tests kann man zwischen sekundärer und tertiärer Hypothyreose unterscheiden. Zur Diagnostik der primären Hypothyreose ist der TRH-Test nicht erforderlich.

Durchführung des TRH-Tests: Blutentnahme vor sowie 30 und 60 Minuten nach rascher i.v. Injektion von 1ug TRH / kg KG.

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Diagnosesicherung bei erhöhtem TSH-Wert

Auffällige Screeningbefunde

TSH-Screeningwerte über 20 µE/ml bei Kindern älter als 2 Tage müssen kontrolliert werden.

Bei Werten im Bereich 20 – 50 µE/ml fordern wir eine zweite Blutprobe auf Filterpapierkarte an. Ist der Kontrollwert unter 20 µE/ml, erfolgt keine weitere Kontrolle. Das Kind hat keine primäre Hypothyreose.

Bei Werten über 50 µE/ml fordern wir ebenfalls eine zweite Karte an, zusätzlich müssen aber im Serum TSH und die Schilddrüsenhormone T3oder FT3, T4 oder FT4 bestimmt werden.

Probatorische Therapie

Liegen diese Befunde schon am nächsten Tag vor, kann bis dahin abgewartet werden. Dauert es aber infolge von Wochenenden oder Feiertagen einige Tage bis über die Funktionslage entschieden werden kann, sollte schon probatorisch mit der Behandlung begonnen werden (50 µg l-Thyroxin als einmalige Morgendosis).

Primäre Hypothyreose

Die primäre Hypothyreose ist definiert durch erhöhtes TSH und erniedrigte Schilddrüsenhormone (T3,T4).

Obligate Parameter

Zur Diagnosesicherung der primären Hypothyreose sind obligat im Serum zu bestimmen: TSH, FT4 (oder T4), FT3 (oder T3)

Auf die alterabhängigen Normbereiche ist zu achten !


Klärung der Ursache einer primären Hypothyreose

Wurde durch Laborbefunde die primäre Hypothyreose gesichert, sind folgende Untersuchungen zu empfehlen, die zur Ursache der Hypothyreose eine Aussage machen können.
  • Tg (Thyreoglobulin):

Erniedrigtes Thyreoglobulin weist auf eine Dysplasie der Schilddrüse oder gar Athyreose hin. Ein normaler Thyreoglobulinwert spricht dagegen.

  • Jodanalyse im einer Spontanurinprobe (Labor: Uni-Kinderkliniken in Frankfurt (Prof. Böhles) und Leipzig (Prof. Willgerodt): Frage nach Jodkontaminierung ?

  • Schilddrüsenantikörper bei Mutter und Kind (TRAK, MAK, TAK): Autoimmunprozeß ?

  • Sonogramm der Schilddrüse (Athyreose, Struma, Ektopie)

  • Bestimmung des Knochenalters sonographisch oder röntgenologisch (linkes Knie-, Fußgelenk)

isolierte TSH-Erhöhung

Die isolierte TSH-Erhöhung ist keine Hypothyreose
und wird daher auch nicht behandelt.

Es sind aber Kontrollen in wöchentlichem Abstand innerhalb des ersten Lebensmonats notwendig, um nicht den Übergang in eine Hypothyreose zu übersehen.

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Initialtherapie der primären Hypothyreose

Die Initialtherapie wird bei Reifgeborenen mit 50 µg l-Thyroxin eingeleitet. Die rasche Normalisierung des erhöhten TSH ist prognostisch bedeutsam.

Verlaufskontrolle:

Im ersten Monat wöchentlich, danach bis zum Ende des ersten Jahres alle drei Monate, ab 2. Jahr alle 6 Monate (Klinik; Labor: T4 oder FT4,T3 oder FT3, TSH).

 Therapie-Ziel:

Normale körperliche Entwicklung. Die Hormonwerte sollen im altersentsprechenden Normbereich liegen. Die Qualitätssicherung schließt auch Prüfungen des Gehörs, ZNS und der psychointellektuellen Entwicklung ein.

Nachsorgeprogramm mit zentraler Datenbank

Ein von Pädiatrischen Endokrinologen ausgearbeitetes Protokoll für die Qualitätssicherung im Rahmen der Langzeitbetreuung dieser Kinder ist die Basis des Programms einer zentralen anonymisierten Datenerfassung um Daten zum klinischen Verlauf und zur Optimierung der Therapie (T4-Dosierung, Laborbefunde) zu erhalten. Die halbjährlichen Auswertungen mit Kommentar wird allen Beteiligten regelmäßig zur Verfügung stehen.

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Erstellen einer zentralen Datenbank:

 Wozu ?

Bereits vorhandene zentrale Datenbänke in anderen Bereichen (z.B. Behandlung mit Wachstumshormon; IGLU) sind zu einer Fundgrube für wichtige Informationen zur Diagnostik und Therapie geworden. Man benötigt Angaben von möglichst vielen Patienten, die in einzelnen Zentren gar nicht vorhanden sind, um allgemein gültige Tendenzen zu erkennen und darüber Aussagen machen zu können.

Welche Daten sollen erfaßt werden ?

  • Die Datensammlung bezieht sich nur auf Kinder, die im Screening erfaßt worden waren.

  •  Es sollen die Daten bei Diagnosestellung ("Fallmeldung") und während der Langzeitbetreuung dokumentiert werden.

  •  Es sollten zunächst Daten der Kinder erfaßt werden, die 1996 und später geboren wurden. Optimal wäres es, wenn wir die Daten der letzten 10 Jahre bekämen.

  •  Je mehr Daten man abverlangt, um so weniger wird man von den beteiligten Praxen und Kliniken erhalten. Die zu dokumentierenden Daten sollen daher auf ein Minimum reduziert werden. Es sollen nur praktisch relevante Daten abgefragt werden, die Sie ohnehin routinemäßig bei der klinischen Untersuchung registrieren. Das gilt auch für die Laborparameter.

  • Der behandelnde Arzt sollte sich in etwa an die Empfehlungen zur Langzeitbetreuung von Kindern mit Hypothyreose sowohl bezüglich der Termine als auch der Untersuchungsdaten halten, kann aber so verfahren, wie er es im Einzelfall für richtig hält.

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Wie werden die Daten dokumentiert und erfaßt ?

Die Daten werden anonymisiert erfaßt, d.h. die datenschutzrechtlichen Belange der Patienten werden nicht berührt. Um Mehrfachregistrierungen zu vermeiden, wird die ID-Nr. angegeben, die sich aus der Nummer, unter der Sie bei uns registriert werden, und dem Geburtsdatum des Kindes ergibt. Sie ersparen uns Arbeit bei der zentralen Erfassung, wenn Sie uns die Daten als Excel-Datei per e-mail zusenden. Wir nehmen aber auch die schriftlichen Protokolle per Post an.

Transparenz und Publikation der Daten

Die Daten werden von einem Expertenteam aus Päd.Endokrinologen und Spezialisten für Stoffwechselerkrankungen ausgewertet und halbjährlich im Screening Journal publiziert. Das Team steht auch für Beratungen im Einzelfall oder bei allgemeinen Fragen zu Verfügung. Fragen bitte schriftlich oder per e-mail stellen.

Folgende praktische Fragen sollen u.a. durch diese Datensammlung zu beantworten sein: Optimierung der l-T4-Therapie; Einfluß des Intervall von letzter Tabletteneinnahme bis zur Blutentnahme für Hormonbefundkontrolle; Diagnosesicherung (wann Therapieauslaßversuch zur Klärung der Frage nach passagerer oder permanenter Form der Hypothyreose)

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Appell an Ihre Bereitschaft zur Mitarbeit:

Aufgefordert zur Mitarbeit ist jeder, der Kinder mit Krankheiten betreut, die im Screening erfaß werden. Profitieren werden letztlich Sie selbst, weil wir Ihnen die gewonnenen Erkenntnisse weitergeben, aber insbesondere unsere Patienten, weil wir vielleicht manches besser machen werden.

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SYMPTOME

Die klinische Symptomatik wird entscheidend davon geprägt, zu welchem Zeitpunkt der Hormonmangel einsetzt und wie lange er andauerte. Abgesehen von der Athyreose, bei der bereits bei Geburt Symptome und Befunde der Hypothyreose erkennbar sind, sind die Kinder in den ersten Tagen unauffällig. Der Hormonmangel macht sich erst allmählich und zunehmend bemerkbar. Auch für den erfahrenen Arzt ist wegen der unspezifischen Art der Befunde die Einschätzung der Frühsymptome schwierig.


KLINIK DER ANGEBORENEN PRIMÄREN HYPOTHYREOSE

SYMPTOME UND BEFUNDE :

  • verspäteter Geburtstermin
  • hohes Geburtsgewicht
  • Hernien
  • Zeichen des darniederliegenden Stoffwechsels:
  • Ernährungsprobleme:
    Trinkunlust
    Erbrechen
    Obstipation
    dickes Abdomen
  • Bradykardie, Hypotonie, Unterkühlung
  • Haut kühl, trocken, marmoriert
  • Ikterus prolongatus et gravis
  • Bewegungsarmut (Apathie, Adynamie)
  • Muskelhypotonie
  • retardierte Psychomotorik
  • ausdruckslose Mimik
  • Spätbefunde:
  • Makroglossie
  • Skelettveränderugnen:
    tiefsitzende Nasenwurzel
    epiphysäre Dysplasie am Hüftkopf

SKELETTVERÄNDERUNGEN

  • Handskelett: verzögerte Reifung
    = retardiertes Knochenalter
  • Hüftköpfe: epiphysäre Dysplasie
  • Wirbelkörper: LWS-Keilwirbel
  • Schädel: Sellavergrößerung,
    Verkürzung d. Schädelbasis
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GENETIK

Synthesestörungen werden autosomal rezessiv vererbt. Wiederholungsrisiko: 25 %.

Bei den anatomischen Dysgenesien besteht zwar ein gehäuftes familiäres Vorkommen verschiedener Schilddrüsenerkrankungen, aber kein höheres Wiederholungsrisiko.

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THERAPIE

Neugeborene:

  • Reifgeborene 50 ug l-Thyroxin einmalig morgens
  • Mangelgeborene, Frühgeborene: 25 ug

Die Tagesdosis wird als einmalige Dosis morgens vor dem Essen verabreicht.

Cave: Für manche Kinder ist die Initialdosis 50 ug zu hoch. Sie werden zu unruhig, die T4-T3-Blutspiegel steigen zu hoch an. In diesen Fällen muß man auf 37,5 ug/Tag zurückgehen. Wichtig: bei ambulanter Behandlung Kontrolle schon nach einer Woche.

Im weiteren Verlauf muß sich die Dosierung nach dem klinischen und den Laborwerten richten, d.h. nach den FT4 bzw. T4-Werten. TSH kann mitunter noch längere Zeit erhöht bleiben.

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LANGZEITBETREUUNG

Die Langzeitbetreuung sollte von einem erfahrenen Kinderarzt übernommen werden, der in Zusammenarbeit mit einem pädiatrischen Endokrinologen die regelmäßigen klinischen Untersuchungen und Laborkontrollen durchführt.

Kontrolltermine:

  • im ersten Monat wöchentlich
  • im 2. und 3. Monat monatlich
  • dann alle 3 Monate
  • ab dem zweiten Lebensjahr halbjährlich

Laborkontrollen: TSH, FT4 oder T4

Röntgen: Aufnahme der linken Hand zur Bestimmung des Knochenalters bei Diagnosenstellung, weitere Kontrollen sind fakultativ und nicht unbedingt notwendig. Das Knochenalter gibt aber einen zusätzlichen Hinweis auf die Hormonversorgung.

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PROGNOSE

Nur bei frühzeitigem Beginn der Hormonbehandlung noch in den ersten Lebenswochen ist mit einer normalen statomotorischen, psychomotorischen und geistigen Entwicklung zu rechnen.

Typische Befunde bei spätem Beginn der Therapie der angeborenen Hypothyreose sind u.a.:

  • Gangstörungen
  • Sprachstörungen
  • Ataxie, gestörte Feinmotorik
  • hypodyname Antriebslage
  • eingeschränkte geistige Entwicklung
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E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zur DGNS an: Prof. Dr. med. Siegfried Zabransky
E-Mail mit Bemerkungen zu dieser Web-Site an: Dr. med. Markus Zabransky
Copyright © 1997-2004 Prof. Dr. med. Siegfried Zabransky & Dr. med. Markus Zabransky
Zuletzt geändert am: 25. Januar 2004